Wenn die KI falsche Antworten liefert: Risiken bei der Nutzung von Chatbots in Arztpraxen

Rechtssicherer Patientenservice durch kontrollierte KI-Systeme. VITAS automatisiert die Patientenkommunikation verlässlich, datenschutzkonform und präzise.

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Violetta Steinbrecher
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Letztes Update:
June 3, 2026
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Kurz zusammengefasst

Künstliche Intelligenz entlastet den Praxisalltag spürbar, doch das aktuelle Urteil des OLG Hamm zeigt klare technologische Grenzen auf: Betreiber haften vollumfänglich für unkontrollierte Falschaussagen generativer Systeme. Dieser Artikel erklärt, worauf Praxen und Kliniken bei der Auswahl ihrer digitalen Helfer achten müssen und wie die hybride, regelbasierte Systemarchitektur von VITAS verlässlichen Patientenservice garantiert.

Ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichts Hamm (OLG Hamm, Urteil vom 12.05.2026) sorgt in der Digital Health-Branche für Aufsehen: Wer auf seiner Webseite einen KI-basierten Chatbot betreibt, haftet vollumfänglich für dessen Aussagen. Selbst wenn das System im Hintergrund mit korrekten Daten gefüttert wurde, sind KI-Falschaussagen rechtlich dem Betreiber als unlautere Irreführung zuzurechnen.

Gerichtsurteil zur Falschinformation des KI-Chatbots

Bei dem Verfahren vor dem OLG Hamm erfand der generative Text-Chatbot einer bekannten Schönheitsklinik medizinische Qualifikationen und schrieb den Geschäftsführern nicht existierende Titel wie „Fachärzte für ästhetische Medizin“ zu. Die Verbraucherzentrale klagte mit Erfolg. Der Fall verdeutlicht, dass frei generierende KI-Systeme Inhalte erzeugen können, die nicht nur ungenau, sondern im Einzelfall vollständig erfunden sein können. Insbesondere dann, wenn sie ohne inhaltliche Kontrolle in der Patientenkommunikation eingesetzt werden.

Daraus ergibt sich für Mediziner, Kliniken und MVZs eine klare Konsequenz: Der unkontrollierte Einsatz von rein generativer Künstlicher Intelligenz in der Patientenkommunikation birgt immense rechtliche Gefahren. Wer vermeiden möchte, dass die KI falsche Informationen ausgibt, muss zwingend auf kontrollierte Systeme setzen. 

Das Problem von ChatGPT & Co.: Das Phänomen der KI-Halluzination

Viele moderne Text-Chatbots basieren auf reinen Large Language Models (LLMs), die darauf trainiert sind, menschliche Sprache flüssig zu imitieren. Das Problem dabei: Sie sind nicht auf Faktenfestigkeit programmiert. Neigt die KI zu Falschinformationen, sogenannten „Halluzinationen“, erfindet sie im Zweifel plausibel klingende Antworten, wie im Fall vor dem OLG Hamm geschehen.

Der Grund für diese Fehler liegt in der technischen Funktionsweise der Systeme. Ob solche Fehler auftreten, hängt stark von der Systemarchitektur ab, da diese bestimmt, wie frei oder kontrolliert eine KI Inhalte erzeugen darf und ob sie auf geprüfte Daten zurückgreift. Neben klassischen LLMs gibt es auch RAG-Systeme mit angebundener Datenbasis sowie regelbasierte Ansätze, die Antworten strikt begrenzen.

Diese Unterschiede sind besonders relevant, wenn KI in sensiblen Anwendungsbereichen wie im Gesundheitswesen eingesetzt wird. Unklare oder falsche KI-Aussagen können dazu führen, dass Symptome falsch eingeschätzt, medizinische Dringlichkeiten unterschätzt oder Behandlungsentscheidungen verzögert werden. Dadurch drohen oftmals Haftungsfälle oder Abmahnungen durch Wettbewerbshüter. Wenn Patient:innen digitale Kanäle nutzen, um beispielsweise Symptome abzufragen, muss jede Information zu 100 % valide und kontrolliert sein.

Hybride Architektur als Lösung für absolute Chatbot-Rechtssicherheit

Die Lösung für mehr Rechtssicherheit im Praxisalltag ist ein hybrides System. Hierbei handelt es sich um eine sichere Kombination aus festen Regeln und künstlicher Intelligenz. Bei VITAS haben wir diese regulatorischen und ethischen Herausforderungen von Anfang an konsequent mitgedacht. Unser KI-Telefon-Chatbot unterscheidet sich beispielsweise grundlegend von klassischen, rein generativen Systemen:

  1. Hybrider Technologie-Ansatz: Wir kombinieren modernstes Natural Language Understanding (NLU) mit fest definierten, regelbasierten Prozessen. Unsere KI darf keine freien Antworten erfinden. Sie ist strikt darauf trainiert, das Anliegen des Anrufers präzise zu verstehen (den sogenannten Intent) und die Daten nach einem starren, praxiserprobten Schema abzufragen.

  2. Geführter Dialog statt offener Text: Ob Rezeptwunsch, Terminvereinbarung oder Überweisungsbitte, unser KI-Telefonassistent für Arztpraxen leitet die Patient:innen strukturiert durch das Gespräch. Es gibt keinen Raum für KI-Falschaussagen oder das Erfinden von medizinischen Ratschlägen.

  3. Datensouveränität nach deutschen Standards: Neben der inhaltlichen Absicherung garantiert VITAS kompromisslose Datensicherheit. Unsere Infrastruktur ist C5 Typ I-konform und ISO-27001-zertifiziert, ausschließlich auf deutschen Servern gehostet und bei Standardfunktionen ohne Einbindung US-amerikanischer Drittanbieter.

Rechtssicherer KI-Chatbot: Effizienz ohne Haftungsrisiko

Rechtssicherheit bedeutet nicht, auf die Vorteile moderner Technologie zu verzichten. Ein kontrolliert aufgebauter KI-Chatbot kann die Patientenkommunikation deutlich entlasten, während das Haftungsrisiko durch klar definierte, geführte Logiken stark reduziert wird. 

  • Sofortige Hilfe ohne Warteschleife: Webseitenbesucher:innen können rund um die Uhr Anfragen stellen, Informationen abrufen oder Termine anstoßen. Eine haftungssichere Abfrage ohne Wartezeit am Telefon und kein Medienbruch für die Patient:innen.

  • Datenschutzkonforme Kommunikation: Der Chatbot basiert auf etablierten, datenschutzkonformen und praxiserprobten Prinzipien. Maximale Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen immer im Vordergrund.

  • Entlastung, die Freiraum schafft: Der Chatbot beantwortet wiederkehrende Standardfragen auf der Website direkt textbasiert. Da die kontrollierte Struktur verhindert, dass die KI falsche Informationen ausgibt, bietet das System eine absolut zuverlässige Unterstützung und hält den MFAs den Rücken noch freier. Das sorgt für spürbar weniger Stress im Team und mehr Zeit für die Menschen vor Ort.

Trotz Risiken: Automatisierung im Gesundheitswesen nimmt zu

Das Urteil aus Hamm bedeutet keineswegs das Ende der Automatisierung im Gesundheitswesen. Im Gegenteil: Angesichts des akuten Fachkräftemangels und permanent überlasteter Leitungen ist der Einsatz digitaler Entlastungsinstrumente für moderne Praxen unverzichtbar. Der Beschluss des Oberlandesgerichts stoppt die Entwicklung nicht, sondern zeigt vielmehr auf, wie moderne Systeme gebaut sein müssen. Um das Risiko für falsche KI-Antworten von vornherein zu eliminieren, liegt die Lösung in einer technologischen und datenschutzkonformen Architektur, egal über welchen Kanal. 

Mit diesem Ansatz lässt sich die fortschreitende Automatisierung der Patientenkanäle rechtssicher fortführen, sowohl per Text auf der Webseite als auch per Sprache am Telefon. Die Patientenkommunikation wird auf allen Kanälen modernisiert und Teams gewinnen wertvolle Zeit zurück, während Sie sich auf eine technologisch kontrollierte Umgebung verlassen, die das Haftungsrisiko für Ihre Praxis konsequent ausschließt.

Fazit: Falsche KI-Antworten mit zertifizierter Technologie vermeiden

Wer die Digitalisierung seiner Arztpraxis vorantreiben möchte, darf bei der Rechtssicherheit keine Kompromisse eingehen. Das OLG-Urteil schärft das Bewusstsein dafür, dass Künstliche Intelligenz ein Werkzeug sein muss, das den Menschen unterstützt und entlastet, anstatt neue rechtliche Baustellen zu eröffnen. Mit datenschutzkonformen Lösungen sichern Sie sich lückenlose Erreichbarkeit, maximale MFA-Entlastung und eine KI, die nicht halluziniert.

Möchten Sie erleben, wie ein verlässlicher Sprachassistent Ihre Praxis ohne das Risiko von KI-Falschantworten im Alltag unterstützt? Testen Sie den VITAS KI-Telefonassistenten jetzt 30 Tage kostenlos.

Quelle

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Über die Autorin

Portrait von Violetta Steinbrecher
Violetta Steinbrecher
Marketing Assistant

Violetta Steinbrecher studiert Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Marktforschung & Kommunikation und unterstützt das Team von VITAS seit September 2024 als Werkstudentin im Bereich Marketing.

Gemeinsam mit Amélie Roth arbeitet sie daran, innovative KI-Lösungen im Gesundheitswesen bekannter zu machen und die digitale Praxis-Kommunikation aktiv mitzugestalten. Dabei bringt sie ihre Leidenschaft für modernes Marketing ein, um die Vorteile der Plattform für Praxen und Patient:innen verständlich zu kommunizieren.

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